Auf der Suche nach dem Marsupilami ?

Huba Huba

Eines meiner frĂŒheren Lieblingscomics waren die Geschichten des  Marsupilami. Irgendwo im Dschungel des Amazonas soll es leben. Wie Spirou und Fantasio machte ich mich auf den Weg es zu finden. 

Zusammen mit meiner Crew (Lukas aus Österreich und Mylene aus Frankreich) quartierte ich mich auf einem Boot nach Lagunas ein. Die HĂ€ngematten waren schnell aufgespannt und wir machten uns es fĂŒr die 10 stĂŒndige Fahrt gemĂŒtlich. Langsam tuckerten wir unserem Ziel entgegen. Hier und da wurde kurz angelandet um Leute von Board zu lassen, die sich anschließend mit der Machete weiter Richtung ihren HĂ€usern durchschlugen. Wir vertrieben uns die Zeit indem wir der Köchin schnippeln halfen, in die vorbeiziehende Landschaft schauten, in unseren HĂ€ngematten dösten oder uns ĂŒber Gott und die Welt unterhielten. In Lagunas angekommen, wurden wir herzlich von unserem Guide Rimber und seiner Familie empfangen.

Am nÀchsten Tag ging es dann mit einem kleinen Boot weiter in die Tiefen des Dschungels. Wir schlÀngelten uns durch den kleinen Strom der mal schneller und mal langsamer floss. An manchen Stellen war er so schmal und zugewachsen, dass wir kurzzeitig stecken blieben und dann wurde er wieder so breit wie ein See. An uns vorbei zogen die unterschiedlichsten BÀume, Lianen und allerlei andere Pflanzen. Neben der Pflanzenwelt gab es auch Flussdelphine, allerlei Vögel und ein Faultier auf unserem Weg zu beobachten. Ohne Rimber hÀtten wir wohl nicht mal halb so viele Tiere gesehen und selbst als er uns diese zeigte, war es nicht immer leicht sie auf den ersten Blick zu erspÀhen.

Gegen Nachmittag erreichten wir dann unser Nachtlager, eine kleine Ansiedlung von HĂŒtten, in denen fĂŒnf indigene Familien zusammen leben. Hier war unser Basecamp fĂŒr die nĂ€chsten zwei NĂ€chte. Wir schliefen in einer kleinen HĂŒtte auf dem Boden, mit nur einem Moskito Netz ĂŒber uns gegen die lĂ€stigen Biester. Back to the Basics. Das Leben hier war entspannt und stressfrei. Die Leute gingen fischen und arbeiten nur wenn es gerade nötig war. Da wir von unserm Guide bekocht wurden, blieb uns genĂŒgend Zeit mit den einheimischen Kids auf der Wiese oder im See zu spielen und herumzublödeln.

Am Abend stiegen wir nochmal ins Boot um zur Dschungeldisco zu fahren. Es war bald Stockfinster und wir waren beeindruckt wie Rimber das Boot nur mit einer Taschenlampe ausgestattet durch den engen Fluss steuerte und immer wusste wo wir abbiegen oder durch die Seerosen hindurch mussten. Das Spektakel der Dschungeldisco wurde von einigen etwas weiter entfernten Blitzen untermalt und so staunten wir nicht schlecht ĂŒber die zig tausend GlĂŒhwĂŒrmchen die hier ĂŒber den Seerosen tanzten und fĂŒr die Lichteffekte sorgten. Den Sound machten die Grillen, Frösche und sonstigen kleine Tiere die hier lebten. Passend zur Discotime packte Rimber den Dschungelwisky ( Schnapps aus Zuckerrohr) aus und so saßen wir im Boot und bestaunten das Naturschauspiel. Bevor es wieder zurĂŒck ging turnten dann auch noch zufĂ€llig einige kleine Äffchen ĂŒber unseren Köpfen hinweg auf der Suche nach ihrem Abendbrot. Besser hĂ€tte es garnicht sein können. Hier einige Bilder der Dschungeldisco bei Tage.

Als ein Mann am nĂ€chsten Morgen mit einer ganzen Ladung Fische ? im Boot zurĂŒck kam und diese am Ufer aufschlitzte, nutzten wir die Gelegenheit und probierten uns selbst in dieser Kunst. Der erste Schritt um im Dschungel zu ĂŒberleben war schonmal gelernt ?. Am nĂ€chsten Tag zeigte uns Rimber dann auch noch wie man Piranhas angelte ?. Mit einer langen Schnur am Stock, ganz Ă€hnlich dem Schwanz des Marsupilamis. Ich versuchte mein GlĂŒck und zog 3 StĂŒck aus dem Wasser. Nicht schlecht fĂŒrs erste mal.

Nun war unser Fischnachschub schonmal gesichert und die Hauptmalzeit der Marsupilamis auch gefunden. Zeit also sich weiter auf die Suche nach ihm zu begeben. Wir unternahmen mehrere Touren von verschiedenen Startpunkten aus zu Fuß durch den Dschungel und Rimber wusste ĂŒber all die verschiedenen Pflanzen hier und ihre medizinische Wirkung bescheid. Es war super spannend. Alleine die Form der BĂ€ume und Pflanzen war beeindruckend. Manchmal kam mir das ganze hier wie ein riesiger Spielplatz vor und ich hĂ€tte den ganzen Tag damit verbringen können an den vielen Lianen zu schwingen oder die BĂ€ume empor zu klettern.

Als sich etwas Durst ausbreitete, zeigte uns Rimber welche Liane Wasser enthielte und Schnitt diese mit seiner Machete in zwei, sodass wir sogar probieren konnten. Er wusste einfach alles ĂŒber den Dschungel und die Flora und Fauna hier. Leider konnten wir das Marsupilami nicht finden. Ist ist wohl doch noch etwas tiefer im Dschungel als wir in unseren drei Tagen vordringen konnten. DafĂŒr trat ich aber am letzten Tag fast noch auf die Tarantel, welche sich die HĂŒtte mit uns teilte. Zum GlĂŒck hat Mylene sie gerade noch rechtzeitig entdeckt.

Tarantula

Die Tour war ihr Geld auf jeden Fall Wert und das Leben abseits der vielen Hektik und des digitalen Zeitalters war sehr entspannend. Vor allem unsere kleine Crew harmonierte super gut und unser Guide Rimber war einfach super. So beschlossen wir alle, eines Tages mit etwas mehr Zeit zurĂŒck zu kommen. Dann wird es hoffentlich klappen das Marsupilami zu finden. ?

4 Kommentare zu „Auf der Suche nach dem Marsupilami ?

  1. Oh wie schade, dass ihr das Marsipulami nicht gefunden habt!
    Der grĂŒne Teppich, den die in der Dschungeldisco ausgelegt haben sieht auf jeden Fall ziemlich flauschig aus! 😉

Kommentare sind geschlossen.

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